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Nohexevo

Gesang vorbereiten vor der Studio-Session

Eine gute Vocal-Take entsteht selten spontan in der Booth. Wer Text, Tempo und Kondition vorher klärt, nutzt die gebuchte Zeit effizient — ob Lead, Backing oder Spoken Word in unserer isolierten Cabine mit Engineer vor Ort.

Veröffentlicht · 4 Min. Lesezeit

Vorbereitung Gesang: Textblatt, Wasser, Kopfhörer auf Tisch.

Warum Vorbereitung den Stundenpreis schont

Bei Nohexevo in Wien rechnen wir Gesangsaufnahme mit € 118 pro Stunde inklusive Engineer oder € 429 für einen Halbtag mit vier Stunden. Das sind Festpreise inklusive 20 Prozent Umsatzsteuer. Je klarer Ihr Material und Ihre Ziele vor dem Termin sind, desto weniger Zeit geht für Technik, Nachfragen und Umwege drauf.

Planen Sie Puffer ein: Ankunft, Kopfhörer-Check und ein kurzer Warm-up in der Booth gehören dazu. Wenn Sie uns per Kontakt schon BPM, Tonart und Referenztracks nennen, richten wir Session und Routing vor — Details dazu auf der Seite Gesangsaufnahme.

Text, Arrangement und Dateien

Fixieren Sie den Text mindestens eine Woche vorher. Last-Minute-Zeilen kosten in der Regie mehr als ein zusätzlicher Refrain. Markieren Sie Atemstellen, falsche Silben und Stellen, die Sie bewusst „dirty“ singen wollen — der Engineer kann dann gezielt compen, statt raten.

Liefern Sie die Instrumental als unkomprimiertes WAV (24 Bit, 48 kHz ist üblich) ohne Master-Limiter auf der Summe. Nennen Sie den genauen Startpunkt des Songs und ob Sie mit oder ohne Click aufnehmen. Backing-Tracks und Guide-Vocals bitte getrennt benennen; bei mehreren Versionen eine kurze Notiz, welche „final“ ist.

  • Dateinamen: Songtitel, Version, BPM — ohne Sonderzeichen.
  • Backup auf zweitem Medium oder Cloud-Link, den Sie vorab testen.
  • Rechtlich: nur Material, an dem Sie die nötigen Rechte haben; bei Unsicherheit AGB und Haftungsausschluss lesen.

Körper und Stimme in den Tagen davor

Die Stimme reagiert auf Schlaf, Luftfeuchtigkeit und Belastung. In den zwei bis drei Tagen vor der Session reduzieren Sie laute Gespräche in lauten Bars, lange ungepufferte Proben und extremes Flüstern — alles, was die Stimmbänder überstrapaziert. In Wien wechseln Herbst und Heizung die Luft schnell: trinken Sie regelmäßig Wasser, nicht nur kurz vor der Booth.

Alkohol trocknet aus und wirkt oft auf die Kontrolle der Ansätze. Sehr scharfes Essen kann Reflux auslösen — unangenehm hinter dem Popfilter. Kaffee in Maßen ist für viele Stimmen unkritisch; testen Sie, was für Sie passt. Bei Erkältung, Heiserkeit oder Schmerzen verschieben Sie lieber: bis 7 Tage vor Termin ist Storno nach unseren Regeln kostenfrei möglich — fragen Sie uns unter 01 405 82 16 oder [email protected].

Am Session-Tag: Essen, Anfahrt, Ankunft

Essen Sie leicht etwa zwei Stunden vorher — nicht hungrig, nicht voll. Banane, Suppe oder etwas Brot sind in Studios beliebt, weil sie Energie geben, ohne den Atem zu blockieren. Vermeiden Sie große Milchmengen unmittelbar vor dem Gesang, wenn Sie merken, dass Schleim stört.

U-Bahn U3 Station Neubaugasse (circa 4 Minuten zu Fuß). Straßenbahnlinie 49 Haltestelle Neubaugasse. Vom Westbahnhof mit U3 Richtung Simmering bis Neubaugasse. Unser Studio liegt in Neubau; Dienstag–Samstag 10:00–22:00; Montag und Sonntag geschlossen. Abendsessions nach Vereinbarung. Bitte kommen Sie ein paar Minuten früher, nicht im Sprint: Puls und Atem sollten ruhig sein, wenn Sie die erste Take legen. Mindestalter für Buchungen: 16 Jahre. Bei Minderjährigen klären wir Einverständnisse vorab über Kontakt.

Warm-up: zehn bis fünfzehn Minuten reichen

Beginnen Sie mit Schultern, Nacken und Kiefer — oft sitzt Spannung dort, nicht in den Bändern. Dann Atem: lange, gleichmäßige Ausatmungen auf „s“ oder „f“. Sirren auf „ng“, Lip-Trills und leise Glissandi bringen die Stimme hoch, ohne zu schreien. Erst danach Phrasen aus dem Song in mittlerer Lage; den höchsten Refrain nicht als Erstes erzwingen.

Für Rap und Spoken Word: Artikulationsübungen langsam, dann im Flow. Wenn Sie Backing-Vocals planen, stimmen Sie Intervalle kurz mit dem Guide-Track ab — das spart Stack-Zeiten. Mehr zum Zusammenspiel mit Live-Instrumenten finden Sie im Ratgeber Band-Setup Live-Room.

In der Booth: Abstand, Popfilter, Pausen

Halten Sie ungefähr eine Handbreit Abstand zum Popfilter; bei sehr lauten Passagen gehen Sie minimal zurück. Konstante Position hilft dem Engineer, Pegel und Kompression vorhersehbar zu halten. Sagen Sie, wenn Sie ein Ohr vom Kopfhörer abnehmen — wir passen den Mix an, damit weniger Bleed ins Mikro geht.

Der Monitor-Mix soll Sie motivieren, nicht überfordern. Zu laut im Kopf → Sie singen leiser als gedacht; zu leise → Sie pressen. Pausen sind Teil der Session: kurz Wasser, kurz Stille, dann wieder fokussiert. Zwei bis drei ernsthafte Takes pro Passage schlagen zehn erschöpfte.

Was wir vorbereiten und wie wir compen

Vor Ihrem Termin laden wir Ihre Files, legen Markers an und wählen Mikros passend zu Stimme und Genre — in einer unserer 2 Iso-Booths, abgeschirmt vom Rest der 3 Räume. Während der Session markieren wir Takes mit Kurznotizen; Sie hören vergleichbare Comp-Vorschläge, entscheiden aber, was „final“ heißt.

Projektarchive halten wir 12 Monate; danach löschen wir Daten gemäß Datenschutzerklärung. Für Mix und Master nach der Aufnahme: Mixing und Mastering — wer Stems selbst liefert, findet Hinweise unter Stems fürs Mixing.

Kurz-Checkliste

ZeitpunktAktion
1 Woche vorherText final, Instrumental/WAV geprüft, Referenz genannt
1 Tag vorherSchlaf, Wasser, Route nach Lindengasse 14 geplant
StudioWarm-up, Monitor-Check, Pausen einplanen
Nach der SessionBackup-Export klären, nächster Schritt Mix/Master

Diese Hinweise ersetzen keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich an Ärztinnen oder Logopädinnen und verschieben die Aufnahme. Termin und Angebot: Kontakt zu Nohexevo.

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